Aufgrund des modernen und damit oftmals ungesunden Lebensstils stehen vor allem die westlichen Gesellschaften vor einem immensen Problem: Immer mehr Menschen weisen ein Übergewicht auf und belasten die Gesundheitssysteme über Gebühr. Mittlerweile zeigen Studien, dass etwa in Deutschland und Amerika beinahe jeder zweite Erwachsene ein paar Kilo oder auch mehr zuviel auf den Rippen hat, ein Trend, der sich wohl fortsetzen dürfte. Schon im Kindesalter ist der Mensch in seiner Ernährung mit Unmengen an Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren konfrontiert, manche Leute verzehren sogar fast ausschließlich die besonders ungesunde Fertignahrung aus dem Kühlregal. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass bereits Kinder oft an Diabetes leiden, sich kaum noch bewegen können und deshalb zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil gar nicht mehr fähig sind.

BMI berechnen

Um ein Übergewicht zu erfassen, greifen Mediziner auf den sogenannten Body Mass Index, kurz BMI, zurück. Diese Angabe wird mittels der Formel „Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat“ berechnet. Auch das Alter spielt eine Rolle. Als normal werden Werte zwischen 19 und 25 angesehen. Liegt der BMI höher als 25, lässt sich bereits von Präadipositas sprechen, der Fettleibigkeit, die sich eben im umgangssprachlichen Übergewicht ausdrückt. Manche Ärzte berechnen noch der Anteil des Körperfetts mit ein, anderen orientieren sich am Verhältnis von Taille und Hüfte.

Kein verbindlicher Grund für Übergewicht/Adipositas

Grundsätzlich gilt: Es gibt keinen pauschal verbindlichen Grund für Übergewicht. Erbfaktoren können wichtig sein, Unverträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln oder Störungen des Stoffwechsels. Bei den meisten Übergewichtigen sind jedoch der Lebensstil, die falsche Ernährung und eine mangelnde Bewegung die eigentlichen Ursachen.

Wer mit diesem Problem zu kämpfen hat, gehört in jedem Fall in ärztliche Behandlung. Es ist wichtig, die Mängel am Bewegungsapparat zu beheben und gefährliche Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck zu behandeln.

Allerdings kann jeder auch im Alltag einige Maßnahmen ergreifen, um das Übergewicht zu mindern oder mit der Zeit sogar ganz abzubauen. Kein leichter, aber ein lohnenswerter Weg. Die Erstellung eines Protokolls der eigenen Ernährung ist sehr sinnvoll, ebenso die wöchentliche Gewichtskontrolle. Ausreichende Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an, langsames und bewusstes Essen sowie gründliches Kauen erleichtern die Verdauung. Kleine Zwischenmahlzeiten, etwa aus Nüssen, Obst oder Gemüse, lindern die gefürchteten Heißhungerattacken. Und niemals mit leerem Magen einkaufen gehen! Die Motivation zur geregelten Ernährung ist dann besonders angespannt. Generell empfiehlt sich die Umstellung auf die Paleo Diät, wobei sich in den meisten Food-Portalen viele Paleo Rezepte finden lassen (z.B. http://fithacker.de/rezepte/)

Genuss ist allerdings nicht verboten. Wer gern ins Restaurant geht, darf das tun, sollte jedoch im Anschluss einige Kurtage einlegen. Absolut tabu sind hingegen all die verlockenden Snacks, die oftmals nur Zucker- und Salzbomben verbergen, sie belasten den ohnehin schon arg beanspruchten Organismus über Gebühr. Lieber etwas Obst als Schokolade oder Chips, dann klappt es auch mit dem Abnehmen!

Keine Lust auf Sport?

Wer Sport nicht mag oder wem es eben aufgrund des Übergewichts vielleicht unangenehm ist, sich vor anderen zu quälen, beginnt am besten mit vielseitigen und häufigen Spaziergängen. Diese können auch gern zu Wanderungen werden, die Fahrt mit dem Rad statt dem Auto kann darüber hinaus die Abnahme effektiv unterstützen.

Übergewicht ist nicht nur lästig, es kann auch gefährlich sein. Gemütlichkeit ist für fettleibige Menschen nur ein heuchlerischer Euphemismus! Wer lange gesund bleiben möchte, muss auf sein Gewicht achten, um möglichen Erkrankungen effektiv vorbeugen zu können.